Wird eine Fructoseintoleranz diagnostiziert, sollte der nächste Schritt eine Ernährungsumstellung in drei Phasen (1. Karenzphase, 2. Testphase, 3. Umstellung auf eine verträgliche Ernährung) sein, damit sich das Verdauungssystem beruhigen kann und langfristig Durchfall und Co. ausbleiben. Darüber hinaus kann in manchen Fällen auch eine FODMAP-arme Ernährung hilfreich sein. Lesen Sie deshalb in diesem Beitrag, wann es bei einer Fructoseintoleranz helfen kann, FODMAPs zu meiden. Davor erfahren Sie zudem was FODMAPs sind, welche Probleme sie verursachen können und wie eine FODMAP-arme Ernährung funktioniert.

Was sind FODMAPs?

Das Kunstwort FODMAP ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben von:

  • fermentable
  • oligosaccharides
  • disaccharides
  • monosaccharides
  • and
  • polyols.

Es handelt sich dabei um fermentierbare Mehrfachzucker (z. B. Inulin und Fruktane), Zweifachzucker (z. B. Laktose), Einfachzucker (z. B. Fruchtzucker) und Zuckeralkohole sowie künstliche Zuckeraustauschstoffe (z. B. Sorbitol und Mannitol).

Welche Probleme können durch FODMAPs auftreten?

Werden FODMAPs nicht gut vertragen, können nach dem Genuss FODMAPS-haltiger Lebensmittel ähnliche Symptome (z. B. Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall) auftreten wie nach dem Verzehr von zu viel Fruchtzucker beim Bestehen einer Fructoseintoleranz. Denn fermentierbar bedeutet in diesem Fall nichts anderes, als dass die Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker sowie die Zuckeraustauschstoffe durch Darmbakterien zu Gasen zersetzt werden können.

Menschen mit Fructoseintoleranz leiden vielfach unter einem Mangel an Zink, Folsäure und Tryptophan, was sich in unter anderem in Antriebslosigkeit, häufigen Erkältungen und depressiven Verstimmungen niederschlagen kann. Eine hinreichende Vitalstoffversorgung ist daher das A und O bei Fructoseintoleranz. Das Kombipräparat Fructophan ist speziell auf die Anforderungen einer Fructoseintoleranz zugeschnitten und unterstützt den Organismus bei der Versorgung mit diesen essentiellen Nährstoffen. (gesponsert)

Mehrfachzucker, Zuckeralkohole und Zuckeraustauschstoffe kann der Darm nicht einfach schnell aufnehmen. Deshalb gelangen sie in tiefere Darmabschnitte, wo sie mithilfe von Bakterien zu Gasen verstoffwechselt werden. In größeren Mengen führt das dann zu einer Aufdehnung des Darms einhergehend mit Bauchschmerzen, Blähungen und Co. Entsprechendes passiert auch mit Zweifach- und Einfachzucker, wenn dieser nicht richtig verstoffwechselt werden kann, zum Beispiel aufgrund fehlender Laktase bei einer Laktoseintoleranz oder aufgrund beschädigter oder nicht ausreichend vorhandener GLUT-5-Proteine bei einer Fructoseintoleranz.

Wie funktioniert eine FODMAP-arme Ernährung?

Die FODMAP-arme Ernährung wurde anhand von Erfahrungen entwickelt, die bei der Behandlung von Patienten mit einem Reizdarm und von Personen mit einer Kohlenhydratintoleranz, zum Beispiel in Form einer Milchzucker- oder einer Fruchtzuckerunverträglichkeit, gemacht wurden. Sie funktioniert nach einem sehr ähnlichen Prinzip wie zum Beispiel die Ernährungsumstellung bei einer Fructoseintoleranz. Auch sie besteht aus drei Phasen. In der ersten Phase sollten alle FODMAP-reichen Nahrungsmittel gemieden werden. Danach wird in der zweiten Phase die individuelle Verträglichkeit der verschiedenen FODMAP-haltigen Nahrungsmittel nacheinander getestet, um dann die Ernährung in der dritten Phase entsprechend anzupassen.

Wann kann eine FODMAP-arme Ernährung bei einer Fructoseintoleranz sinnvoll sein?

In erster Linie eignet sich eine FOTMAP-arme Ernährung für Menschen mit einem Reizdarm-Syndrom, die häufig unter Blähungen, Bauchkrämpfen und Durchfall oder zumindest sehr breiigem Stuhlgang leiden. Aber auch bei einer Fructoseintoleranz kann das Einschränken von FODMAPs hilfreich sein, wenn eine fructosearme Ernährung allein noch keine Linderung verschafft hat. Entsprechendes gilt auch bei anderen Unverträglichkeiten, wie zum Beispiel einer Laktoseintoleranz.

Keine FODMAPs-Einschränkung aufgrund eines bloßen Verdachts

Das alles bedeutet nicht, dass Sie Ihre Ernährung nur aus einem bloßen Verdacht heraus vorsichtshalber umstellen und FODMAPs meiden sollen. Im Gegenteil: Wenn Sie häufig unter Durchfall, Blähungen und Co. leiden und den Verdacht haben, von einer Fructoseintoleranz betroffen zu sein, sollten Sie dies in jedem Fall von einem Arzt abklären lassen. Nur so können andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Wird eine Fructoseintoleranz festgestellt, dann beraten Sie sich mit Ihrem Arzt und suchen sich gegebenenfalls Hilfe bei einer fachkundigen Ernährungsberatung. In der Regel ist bereits die Umstellung auf eine fructosearme Ernährung ausreichend, um die Symptome zu beseitigen. Verschwinden die Symptome dennoch nicht, kann eine FODMAP-arme Ernährung aus den bereits beschrieben Gründen helfen.

Mehr zu diesem Thema: Fructoseintoleranz – Diagnose finden, Auslöser erkennen, Ernährung anpassen, Trias Verlag (gesponsert)


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Fructophan Zink Folsäure Tryptophan Kapseln bei Fructoseintoleranz und Fruchtzuckermalabsorption