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Ernährungstipps bei Fructoseintoleranz

Ernährungstipps bei Fructoseintoleranz

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Das gilt insbesondere, wenn Sie von einer Fructoseintoleranz betroffen sind. Wegen der Unverträglichkeit kann es leicht zu Mangelerscheinungen kommen, wenn Sie aufgrund der Einschränkungen bei Ihrer Ernährung zu wenig Vitamine und Nährstoffe zu sich nehmen. In dem folgenden Artikel erhalten Sie Ernährungstipps, die Sie bei einer bestehenden Fructoseintoleranz unterstützen können. Beachten Sie, dass sich die Ernährungstipps auf die Zeit nach der Karenzphase beziehen und deshalb zum Teil für die erste Phase der Ernährungsumstellung nicht geeignet sind.

Auf die Zubereitung kommt es an

Ein großes Problem bei einer Fructoseintoleranz ist es, dass der Obst- und Gemüsekonsum oft sehr eingeschränkt ist. Gerade in diesen Lebensmitteln stecken aber eine Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, die der Körper benötigt. Um so wichtiger ist es, darauf zu achten, dass diese bei der Zubereitung nicht verloren gehen. Mit einer schonenden Zubereitung der Lebensmittel können Sie dafür sorgen, dass die Inhaltsstoffe besser in den Lebensmitteln erhalten bleiben. Aus diesem Grund sollten Sie auf das Braten von Lebensmittel eher verzichten und auch die Fritteuse nicht so oft bis gar nicht nutzen. Schonende Zubereitungsarten sind:

  • Kochen
  • Dünsten
  • Dampfgaren.

Ein weiterer Vorteil dieser Zubereitungsarten ist, dass die auf diese Weise zubereiteten Speisen für einen angeschlagenen Darm bekömmlicher sind. Falls Sie zum Würzen der Speisen auf Gewürzmischungen zurückgreifen, schauen Sie sich die Zusammensetzung sehr genau an. Denn Würzmischungen können Fruchtzucker enthalten.

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Kein endgültiger Verzicht auf Obst und Gemüse

Teilweise wird empfohlen bei einer Fructoseintoleranz komplett auf Obst oder Gemüse zu verzichten. Ein kategorischer Verzicht ist allerdings unnötig und könnte schnell zu Mangelerscheinungen führen. Wählen Sie fructosearme Gemüse- und Obstsorten und setzen Sie Ihren Schwerpunkt auf Gemüse. Loten Sie Ihre individuellen Grenzen aus, indem Sie testen, welche Sorten und Mengen Sie vertragen.

Möglicherweise vertragen Sie Obst auch besser nach den Hauptmahlzeiten. Haben Sie eine Obstsorte gefunden, von der Sie eine bestimmte Menge vertragen, seien Sie auch bei dieser Sorte vorsichtig, wenn es um Fruchtsaft geht. Der ist in der Regel weniger verträglich, da Sie mit einem Glas Saft eine größere Menge des Obstes in sehr kurzer Zeit konsumieren. Im Zweifel sollten Sie lieber eine Schorle trinken. Bei Schorle und Mineralwasser gilt: Stilles Wasser ist allgemein verträglicher für den Darm als Wasser mit Kohlensäure.

Ernährungstipps bei Fructoseintoleranz zu Vollkorn

Vollkornprodukte sind ein wichtiger Ballaststofflieferant. Ballaststoffe sind gesund, da sie unter anderem das Stuhlvolumen erhöhen, sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken und das Immunsystem stärken. Von einem vorgeschädigten Darm werden sie aber teilweise nicht gut vertragen. So ist es auch bei einem Darm, der durch eine über längere Zeit nicht entdeckte und behandelte Fructoseintoleranz vorgeschädigt ist. Da bringen dann auch die vielen Ernährungstipps für eine gesunde Ernährung in Bezug auf den Verzehr von Ballaststoffen nichts, wenn der eigene Darm streikt. In solchen Fällen sollte der Darm langsam an die Ballaststoffe gewöhnt werden.

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Zum Sattwerden: Nudeln, Reis und Kartoffeln

Sie brauchen keine Angst zu haben, wegen der Fruchtzuckerunverträglichkeit nicht mehr satt zu werden. Denn die gewöhnlichen Sättigungsbeilagen, wie Nudeln, Reis und Kartoffeln, bereiten in der Regel keine Probleme.

Eiernudeln, Nudeln aus Hartweizengrieß sowie Glasnudeln enthalten keine Fructose. Eventuell führt der Verzehr von Vollkornnudeln wegen der einen Absatz zuvor beschriebenen Problematik zu Beschwerden, wenn der Darm gereizt ist. Aufpassen sollten Sie in jedem Fall bei den Saucen. Hier sollten Sie genauer hinschauen, denn es droht Fruchtzuckeralarm. Bei Reis gilt entsprechendes.

Kartoffeln haben einen vergleichsweise niedrigen Fruchtzuckergehalt, wobei es je nach Sorte zu Abweichungen kommen kann. Dafür enthalten Sie aber viele Vitamine und Mineralstoffe. Bekömmlicher sind sie, wenn Sie sie einen Tag früher schälen und bis zu ihrer Zubereitung in Wasser legen.

Süßen ohne Beschwerden

Trotz Fructoseintoleranz müssen Sie nicht komplett auf Süßes verzichten. Selbstverständlich ist Fruchtzucker zum Süßen tabu. Auch von Honig und Dicksäften sollten Sie die Finger lassen. Bei Haushaltszucker kann es sein, dass Sie wegen des Traubenzuckeranteils geringe Mengen vertragen. Fruchtzuckerfrei und damit verträglich sind unter anderem Traubenzucker, Reissirup, Erythrit und Stevia.

Ernährungstipps bei Fructoseintoleranz sind nur Anhaltspunkte

Für eine gesunde Ernährung trotz Fructoseintoleranz ist es wichtig, dass Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten und Lebensmittel nicht einfach kategorisch von Ihrem Speiseplan streichen. Testen lautet die Devise. Da jeder Darm anders reagiert, können alle Ernährungstipps bei Fructoseintoleranz immer nur Anhaltspunkte sein, die von Ihnen individuell umgesetzt werden müssen. Ernährungstipps befreien Sie nicht vom Testen der individuellen Verträglichkeit bestimmter Lebensmittel.

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