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Tiroler Esstisch

Nahrungsmittelintoleranzen: Neues Gastronomieprojekt in Tirol

Deutsche und österreichische Hausmannskost, wie wir sie kennen und lieben: Deftig und absolut nicht für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten geeignet. Doch diese sind immer weiterverbreitet und möchten auch auf traditionelle Geschmackserlebnisse nicht verzichten.

Mit Fructoseunverträglichkeit, Histaminintoleranz, Laktose- oder Glutenunverträglichkeit ins Wirtshaus? Für Betroffene und auch die Gastronomen teilweise wirklich ein Problem. Das Projekt „Tiroler Esstisch“, gefördert von der Tiroler Landesregierung, soll das nun ändern. Denn Bedarf besteht: Gastronomen berichten, dass sie regelmäßig Gäste mit speziellen Ernährungsbedürfnissen zu Besuch haben.

Tiroler Esstisch als Lichtblick für Betroffene von Intoleranzen

Die fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH, die FH Kurfstein, der Cluster Wellness Tirol der Standortagentur Tirol und Gastronomiebetriebe unter der Leitung vom Geschäftsführer der Tiroler Wirtshauskultur, Peter Weigand, arbeiten gemeinsam an diesem Pilotprojekt. Im Mittelpunkt stehen drei unterschiedliche Kostformen, die aktuell erarbeitet werden. Zum einen geht es um die Reduzierung von Laktose und Fructose in Gerichten. Ein weiteres Konzept betrifft eine vollständig glutenfreie Ernährung. In Letzterem geht es um eine insgesamt gesündere Alternative bisheriger Gerichte. Zu allen Konzepten wurden konkrete Richtlinien ausgearbeitet, die genau vorgeben, welche alternative Lebensmittel zur Verfügung stehen.

Abdigest bei Fructoseintoleranz

Aktuell befindet sich das Projekt, das noch bis September 2020 laufen soll, in der Vorbereitungsphase. Im Anschluss daran erfolgt die Schulung der Mitarbeiter der teilnehmenden Gastronomiebetriebe. Es ist wichtig, dass das beteiligte Küchenpersonal sowie Servicekräfte und Rezeptionsmitarbeiter perfekt vorbereitet ist. Nur so kann eine problemlose Umsetzung auch im hektischen Gastronomiealltag garantiert werden. Ein wichtiger Punkt ist hier auch die Kommunikation. Die muss vom Gast über den Servicemitarbeiter bis hin zum Küchenpersonal stimmen, um eine korrekte Weiterleitung und Umsetzung zu gewährleisten und dem Gast unangenehme Überraschungen zu ersparen.

Auch der häufige Personalwechsel in der Gastronomie wird im Projekt beachtet: Eine Lernplattform mit Livestream und Video-on-Demand macht die Lerninhalte stetig abrufbar. Für den potenziellen Gast sollen die teilnehmenden Betriebe über eine digitale Landkarte auf der projekteigenen Website auffindbar gemacht werden.

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