Ob Fructose-Intoleranz oder nicht: Fruchtzucker kann zu Verdauungsproblemen führen. Die Symptome, die den Verdauungstrakt betreffen, können dabei ganz unterschiedlich sein. Verstopfungen sind genauso wahrscheinlich wie Durchfall oder Blähungen. Sie werden ausgelöst, wenn sich zu viel Fructose im Körper befindet, diese also nicht abgebaut werden kann. Bei einer Fructose-Intoleranz – bei der der Fructose-Abbau gehemmt ist – geschieht das natürlich schneller, als ohne Unverträglichkeit.

Woher kommen die Symptome?

Während also eine kleine Menge an Fructose ohne Symptome verzehrt werden kann, kann eine größere Menge problematisch werden. Dabei kommt es nicht auf die Größe des jeweiligen Lebensmittels, sondern natürlich auf seinen Fructose-Gehalt an. Besonders Obst enthält den sogenannten Fruchtzucker. Aber auch hier gibt es Unterschiede, in Bezug auf die Menge. Einige Obstsorten enthalten nur sehr wenig Fructose, wie Sie beispielsweise in unserm Artikel über 20 Obstsorten mit wenig Fruchtzucker erfahren. Aber nicht nur die Menge, sondern auch die Art und Weise, wie Sie den Fruchtzucker zu sich nehmen, ist entscheidend. Während Fruchtzucker aus Früchten, die Beispielsweise als Stücke in einem Quark verzehrt wurden, nur relativ langsam und nach und nach in den Dünndarm gelangt, kommt Fructose aus Säften ganz schnell und in großen Mengen vom Magen in den Dünndarm.

fructophan bei fructoseintoleranz

Verdauungsprobleme vermeiden

Um Verdauungsprobleme auf Grund von zu viel Fructose zu vermeiden, sollten Sie also nur kleine Mengen Fructose zu sich nehmen und idealerweise nicht als Saft oder püriert. Es ist wichtig, die eigene Toleranzgrenze zu kennen. Das ist die Menge an Fructose, die vertragen wird und natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Doch was, wenn es schon zu spät ist? Wenn die Fructose bereits im Dünndarm angekommen ist und für Magenbeschwerden sorgt?

Erste Hilfe bei Verdauungsbeschwerden auf Grund von Fructose

Es gibt spezielle Medikamente, die Fructose in Glucose umwandeln, also den Körper beim Abbau der Fructose unterstützen. Diese können auch vorbeugend helfen. Wenn sie also bereits vor oder während des Verzehrs von Fruchtzucker genommen werden, sollen sie die Symptome komplett verhindern oder zumindest einschränken. Die Wirkungsweise ist teilweise umstritten. Aber: Es sind nicht zwingend Medikamente nötig, um etwas gegen die Magenbeschwerden zu tun.

Wie bereits klar ist, werden die Magenbeschwerden durch zu viel Fructose ausgelöst, die zu langsam abgebaut wird. Das heißt: Auch das „Zu Viel“ ist irgendwann weg und mit ihm die Beschwerden. In der Zwischenzeit können Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun, und ihn bei der Symptombewältigung unterstützen. Die Maßnahmen sind ganz unterschiedlich und sie müssen selbst herausfinden, was Ihnen gut tut.

Bewegung oder liegen. Unterschiedlicher geht es wohl nicht mehr. Bei Krämpfen kann Bewegung gut tun, denn sie hilft beim Entkrampfen. Vielleicht gehören Sie aber auch zu denen, die Ruhe brauchen. Dann am besten hinlegen, Füße hoch und entspannen. Vielleicht sogar mit Wärmflasche ins Bett, um die Krämpfe zu lösen. Trinken Sie Tee, der den Magen beruhigt, aber keine Fructose enthält. Ideal sind Kamille oder Pfefferminz. Auch Ingwertee ist sehr gut, besonders bei Übelkeit. Ihr Magen und Darm haben gerade jede Menge mit der Fructose und ihren Auswirkungen zu tun. Fordern Sie ihn also nicht noch zusätzlich, beispielsweise durch schwer verdauliche Nahrung. Vermeiden Sie auch Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, da sie die Aufnahme der Fructose noch verlangsamen und die Beschwerden im schlimmsten Fall noch verstärken.

 

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