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Fruchtzuckerunverträglichkeit bei Kindern erkennen

Als Erwachsener hat man es bereits oft schwer genug, bei sich selbst eine Fruchtzuckerunverträglichkeit zu erkennen. Denn die typischen Symptome, wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall, können auch viele andere Ursachen haben. Selbst durch den Besuch bei einem Arzt wird die Fructoseintoleranz in vielen Fällen nicht auf Anhieb als Auslöser entlarvt. Bei kleinen Kindern ist es in der Regel noch schwieriger, die Unverträglichkeit von Fruchtzucker zu erkennen. Hilfreiche Tipps zu dem Thema „Fruchtzuckerunverträglichkeit bei Kindern erkennen“ erhalten Sie in dem folgenden Beitrag.

Wie wird eine Fruchtzuckerunverträglichkeit bei Kindern festgestellt?

Eine Fruchtzuckerunverträglichkeit bei Kindern wird auf die gleiche Weise diagnostiziert wie bei einem Erwachsenen – mit einem Atemtest. Bevor allerdings ein solcher Test durchgeführt wird, muss ebenfalls genauso wie bei einem Erwachsenen zunächst der Verdacht bestehen, dass Fruchtzucker der Auslöser für die Beschwerden ist. Und genau das ist einer der Punkte, der es schwieriger macht, eine Fruchtzuckerunverträglichkeit bei Kindern festzustellen als bei einem selbst.

Symptome wahrnehmen und deuten

In einem ersten Schritt ist es zunächst wichtig, die Symptome beim Kind wahrzunehmen. Klagt das Kind öfters über Bauchscherzen, Übelkeit, Durchfall und Co., liegt eine Lebensmittelunverträglichkeit nahe. Möglich sind allerdings auch ein Reizdarmsyndrom, psychische Ursachen oder andere Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig den Symptomen auf den Grund zu gehen.

An erster Stelle sollte bei wiederkehrenden Symptomen der Gang zum Kinderarzt stehen, damit dieser andere organische Ursachen bzw. Erkrankungen ausschließen kann. Parallel dazu sollte genau beobachtet werden, wann die Symptome auftreten. Denn bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten treten die Symptome naturgemäß nach dem Verzehr entsprechender Lebensmittel auf. Deshalb bietet es sich bei ungeklärtem Darmproblemen immer an, ein Ernährungstagebuch zu führen. So kann ein Zusammenhang zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und den Beschwerden einfacher aufgedeckt werden.

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Tipps zum Führen eines Ernährungstagebuchs bei Kindern

In einem Ernährungstagebuch wird jede Mahlzeit und jeder Snack zusammen mit Datum und Uhrzeit notiert. Zudem werden alle auftretenden Symptome ebenfalls mit Datum und Uhrzeit festgehalten. Bei Kleinkindern, die noch nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen, gestaltet sich dies noch verhältnismäßig einfach. Da die Eltern regelmäßig die komplette Kontrolle über die gesamten Mahlzeiten haben. Wird das Kind zwischendurch zum Beispiel von Oma und Opa betreut, müssen diese das Ernährungstagebuch während dieses Zeitraumes logischerweise ebenfalls führen.

Etwas schwieriger wird es bei Kindern, die bereits in den Kindergarten oder in die Schule gehen und dort Mahlzeiten einnehmen, die außerhalb der Kontrolle der Eltern liegen. In solchen Fällen ist es wichtig, das Umfeld einzuweihen und sich unter anderem Essenspläne der entsprechenden Einrichtung zu besorgen. Auch die Eltern von den Freunden, bei denen die Kinder zum Spielen sind, zählen zu dem Umfeld, welches eingeweiht und um Mithilfe gebeten werden sollte, damit alle verzehrten Lebensmittel erfasst werden können. Je älter das betroffene Kind ist, desto mehr kann es auch mit in die Erstellung des Tagebuchs einbezogen werden und selber notieren, was es gegessen hat und ob es im Anschluss zu Beschwerden kam.

Keine Angst vor der Diagnose

Sollte sich am Ende herausstellen, dass bei Ihrem Kind tatsächlich eine Fructosemalabsorption besteht, ist das kein Grund für Panik. Denn eine Fruchtzuckerunverträglichkeit bei Kindern heißt nicht, dass nicht trotzdem eine gesunde ausgewogene Ernährung möglich ist. Die Diagnose bedeutet zwar, dass in Sachen Ernährung einiges zu organisieren gibt und dass gerade zu Anfang auch etwas Geduld gefordert ist. Aber sehen Sie die Diagnose auch als Chance, endlich etwas tun zu können, um die Symptome zu vermeiden. Deshalb verschließen Sie auf gar keinen Fall die Augen davor, falls Sie den Verdacht haben, dass bei Ihrem Kind eine Fructoseintoleranz vorliegen könnte.

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