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Depressionen Fructoseintoleranz

Depressionen durch Fructoseintoleranz

Zu den typischen Symptomen von Depressionen gehören depressive Verstimmung, Interessen- und Antriebslosigkeit sowie jeglicher Verlust von Freude. Hinzu kommen oftmals eine schlechte Konzentrationsfähigkeit, Schlafprobleme einhergehend mit Müdigkeit, Reizbarkeit, aber auch Traurigkeit und Weinerlichkeit sowie weitere verschiedene Symptome. Ein Auslöser für Depressionen kann eine bestehende Fructoseintoleranz sein, denn sie gilt als Risikofaktor dieser psychischen Erkrankung. Lesen Sie in diesem Text, auf welche zwei verschiedene Arten Depressionen durch eine Fructoseintoleranz ausgelöst werden können.

Biochemisch ausgelöste Depressionen

Depressionen können durch eine Fructoseintoleranz biochemisch herbeigeführt werden. Zum einen leiden viele von einer Fructoseintoleranz Betroffene an einem Folsäuremangel. Dieser kann neben Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit auch Depressionen fördern. Zum anderen führt eine nicht erkannte und deshalb nicht entsprechend behandelte Fructoseintoleranz in vielen Fällen zu einem Mangel an Serotonin, welches nicht ohne Grund als Glückshormon bekannt ist. Denn ein solcher Mangel kann Grund für depressive Verstimmungen sein. Serotonin wird vom Körper aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan gebildet. Essentiell bedeutet in diesem Fall, dass dem Körper Tryptophan über die Nahrung zugeführt werden muss. Das ist bei einem gesunden Menschen, der sich ausgewogen ernährt, normalerweise kein Problem. Bei einer bestehenden Fructoseintoleranz gelangt aber häufig nicht genügend Tryptophan in den Blutkreislauf. Denn das Tryptophan verbindet sich im Darm mit der Fructose, sodass es vom Darm nicht resorbiert und vom Körper nicht aufgenommen werden kann. Folglich entsteht ein Mangel, aufgrund dessen im Körper nicht ausreichend Serotonin gebildet werden kann und die Laune sinkt.

Der Mangel an Tryptophan hat auch zur Folge, dass der Körper danach verlangt. Das äußert sich durch den Appetit auf Speisen, die diese Aminosäure enthalten. Tryptophan ist allerdings meist in Lebensmitteln zu finden, die gleichzeitig einen hohen Fruchtzuckeranteil haben. Dadurch wird keine Abhilfe geschaffen, sondern das Problem wiederholt sich. Der Körper kann das Tryptophan nicht richtig aufnehmen und die Symptome der Fructoseintoleranz werden verstärkt. Ein Teufelskreis beginnt. Stellen sich dann verstärkt Müdigkeit und ein Gefühl der Abgeschlagenheit ein, neigen viele dazu, mehr Obst zu essen, um dem Körper ausreichend Vitamine zuzuführen. Und schon wird dem Teufelskreis durch die erneute Fructosezufuhr noch einmal ordentlich Schwung gegeben. Bedingt durch den Serotoninmangel entsteht oft zusätzlich Heißhunger aus Süßes. Wird diesem Verlangen nachgegeben, schnellt der Insulinspiegel in die Höhe, um danach genauso schnell wieder abzufallen. Gleichzeitig schwindet die Energie, womit dann auch häufig die Laune in den Keller geht. Das fördert ebenfalls die Entstehung oder Verfestigung von Depressionen. Noch dazu enthalten Süßigkeiten vermehrt Fruchtzucker. Womit der Teufel weiter seine Kreise zieht.

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Depressionen durch Symptome der Fructoseintoleranz

Als Auslöser von Depressionen durch eine Fructoseintoleranz können aber auch ihre typischen Symptome, wie Bauchkrämpfe und Durchfall, ausreichen. Denn diese führen unter Umständen dazu, dass sich die Betroffenen immer mehr von ihrem sozialen Umfeld abschotten. Sind die Symptome akut, bleiben sie lieber zu Hause, da meistens die Nähe zum stillen Örtchen unerlässlich ist. Auch wenn die Symptome gerade nicht akut sind, neigen viele Betroffene dazu, sich zu Hause einzuigeln, da sie nicht wissen, wann es wieder losgeht. Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn es immer wieder zu unangenehmen Situationen kommt, weil ein Besuch bei Freunden oder im Restaurant abgebrochen werden muss respektive auf der Toilette endet, weil unwissend durch den Verzehr von Fruchtzucker erneut Symptome ausgelöst wurden. Die körperlichen Beschwerden gegebenenfalls gepaart mit einer sozialen Isolation sowie die Sorge, was mit dem Körper nicht stimmt, können depressive Verstimmungen auslösen. Daraus kann sich dann eine schwerwiegende Depression entwickeln.

Eine Fructoseintoleranz wird im besten Falle frühzeitig erkannt und behandelt, damit sich erst gar keine Depressionen einstellen. Sollten Sie also Symptome für eine Fruchtzuckerunverträglichkeit bei sich feststellen, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Informieren Sie ihn unbedingt auch darüber, wenn Sie zusätzlich Anhaltspunkte für eine Depression bemerken, damit diese ebenso fachgerecht behandelt werden kann. Das gilt natürlich auch bei jeder anderen Form von Depression, die nicht im Zusammenhang mit einer Fructoseintoleranz steht.

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