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Nahrungsmittelintoleranzen als Modeerscheinung

Wenn die Intoleranz zur Modeerscheinung wird

Es gibt kaum noch jemanden, der nicht gegen irgendetwas eine Unverträglichkeit hat – angeblich. Fructoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit oder ein Problem mit Laktose – es scheint so, als würde fast jeder von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit heimgesucht.

Doch woher kommt das? Blähungen, Durchfall und Co nach dem Essen werden immer häufiger. Schnell wird einer Unverträglichkeit oder Allergie die Schuld gegeben. Kein Wunder, schließlich werden wir mit einer wachsenden Anzahl an Produkten in Supermärkten, speziell für Menschen mit Nahrungsmittelintoleranzen, immer mehr für das Thema sensibilisiert. Dass es diese Produkte gibt, ist wichtig – wichtig für die Menschen, die sie wirklich brauchen. Nicht aber für die, bei denen eine Fructoseintoleranz eher eine Modeerscheinung als ein Leiden ist.

Das Symptom-Chaos führt zur Fehldiagnose

Doch es ist zu beachten: Nicht jeder Durchfall, jede Blähung oder Verstopfung und all die anderen Symptome, die mit einer Unverträglichkeit einhergehen, sind auch zwingend einer solchen Intoleranz verschuldet. Die Symptome von Fructoseintoleranz und Co. sind äußerst allgemein, was es auch so schwierig macht, eine Intoleranz sicher zu diagnostizieren. Umgekehrt ist es nur logisch, dass die entsprechenden Symptome nicht zwingend auf eine Unverträglichkeit hinweisen.

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Jedes Böhnchen gibt sein Tönchen – beim Rest ist es eine Unverträglichkeit

Wer häufig nach dem Essen unter Durchfall, Blähungen, Verstopfungen oder anderen Symptomen leidet, der sollte sein Essverhalten einmal genau studieren. Wer eher schlingt, statt zu genießen, dazu tendiert, zu stopfen, bis nichts mehr in den Magen geht, der braucht sich über unangenehme Nebenwirkungen nicht zu wundern. Auch zu fettiges Essen und viel Stress – besonders während der Nahrungsaufnahme – können auf den Magen schlagen. Dazu gibt es Lebensmittel, die berühmt dafür sind, Blähungen und Co auszulösen. Nahezu niemand wundert sich schließlich nach einer Zwiebelsuppe oder einem Bohneneintopf über Blähungen. Und ganz nach dem Motto „Jedes Böhnchen gibt sein Tönchen“ würde wohl auch niemand auf die Idee kommen, eine Intoleranz dafür verantwortlich zu machen.

Bei anderen Lebensmitteln setzt der gesunde Menschenverstand aber leider aus und das Resultat sind der Verzicht auf zum Beispiel fructosehaltige Produkte, Gluten und andere Nahrungsmittel bzw. Stoffe wegen vermeintlicher Nahrungsmittelintoleranzen.

Mit der Eigendiagnose zum Fachmann

Bevor die Selbstdiagnose also gefällt wird, sollten sich Betroffene erst einmal Zeit nehmen und sich mit Essverhalten und Speiseplan befassen. Das kann in vielen Fällen wahre Wunder wirken. Ein Ernährungstagebucht kann zusätzlich dabei helfen, Nahrungsmittelintoleranzen auszuschließen – oder letztendlich auch aufzudecken. Ist Letzteres der Fall, so empfiehlt sich aber in jedem Fall der Gang zum Arzt, um die Eigendiagnose noch mal vom Fachmann bestätigen zu lassen. Denn gerade bei einer Umstellung der Ernährung auf Grund von Nahrungsmittelintoleranzen ist die Gefahr der Mangelernährung groß. Aus diesem Grund sollte sie weder unnötig noch falsch erfolgen!

Artikelbild: Fotolia – © Pholidito

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