Sind Kartoffeln, Sellerie und Co. bei Fructoseintoleranz erlaubt?

Kartoffeln, Sellerie, Meerrettich und Karotten sind die bekanntesten Vertreter in der Kategorie Knollengemüse. Sie lassen sich leicht zubereiten und sorgen buchstäblich mit einem Biss für eine gesunde Mahlzeit. Aber gilt das auch für Menschen mit Fructoseintoleranz?

Menschen mit Fructoseintoleranz leiden vielfach unter einem Mangel an Zink, Folsäure und Tryptophan, was sich in unter anderem in Antriebslosigkeit, häufigen Erkältungen und depressiven Verstimmungen niederschlagen kann. Eine hinreichende Vitalstoffversorgung ist daher das A und O bei Fructoseintoleranz. Das Kombipräparat Fructophan ist speziell auf die Anforderungen einer Fructoseintoleranz zugeschnitten und unterstützt den Organismus bei der Versorgung mit diesen essentiellen Nährstoffen. (gesponsert)

Karotten sind bei Fructoseintoleranz gut geeignet

Für die lagerfähigen orangefarbenen langen Knollen geht der Daumen von Menschen mit Fructoseintoleranz ganz klar nach oben. Das ausgewogene Verhältnis von Fructose (2,4 g) und Glucose (2,5) hievt die Karotte auf den Teller. So wird der Körper mit dem Provitamin A versorgt. Auch sind Karotten reich an Folsäure, Eisen, Kalium, Magnesium, Kupfer, Mangan, Schwefel und Pektin. Tipp: Wer den Möhrenmix bunter gestalten möchte, hat diverse Möglichkeiten dazu, denn mittlerweile werden rote, violette, weiße und gelbe Karotten angebaut, schließlich isst das Auge auch mit.

Kartoffeln satt ist das Motto

Kartoffeln haben einen sehr geringen Fructosegehalt von gerade einmal 0,4 g. Deswegen werden sie schnell zum beliebten Nahrungsmittel von Menschen mit Fructoseintoleranz. Lange Zeit war die Kartoffel als Dickmacher in Verruf geraten. Doch da dies nun revidiert wurde, werden nur noch mehr Kartoffeln angebaut – mitunter auch bunte Varianten. Auf dem Teller ist die Knolle in gekochter Form eine echte Vitamin-C-Bombe mit 15 mg pro 100 g. Tipp: Wer auch hier die Optik mit ins Spiel bringen möchte, bringt mit bunten Kartoffeln zusätzliche Antioxidantien auf den Teller.

Scharfen Meerrettich mit Vorsicht genießen

Meerrettich ist sicherlich keine Knolle, in die man einfach hineinbeißt. Dafür ist die Knolle schlicht und einfach zu scharf. Allerdings lässt sich Meerrettich gut zu gebratenem Essen oder zum Anrühren von Dips verwenden. Ganz ungefährlich für Menschen mit Fructoseintoleranz ist der Meerrettich nicht, deswegen gilt es, vorab die Verträglichkeit zu testen. Gesund ist der Meerrettich allemal: Zur Heilpflanze des Jahres 2021 ernannt wurde der Meerrettich wegen seiner antibakteriellen und viralen Wirkung.

Pastinaken sind gut geeignet und echte Mineralstoffbomben

Die Pastinake wird fälschlicherweise häufig in die Kategorie „Kinderessen“ geschoben. Richtig ist: Die Pastinake ist mild und ist gut geeignet für Babybäuche, die erstmals Brei bekommen. Darüber hinaus ist die Pastinake gut geeignet für Menschen mit Fructoseintoleranz. Fructose- und Glucosegehalt liegen mit 1,5 g : 1,5 g gleich auf. Mit Blick auf die gesunden Inhaltsstoffe wird die Pastinake als wichtiger Mineralstoffbote bezeichnet.

Petersilienwurzel haben wenig Fructose, aber viel Ballaststoffe

Die Petersilienwurzel ist gut geeignet bei Fructoseintoleranz. Der Fructosegehalt ist mit 0,7 g gering und liegt mit dem Glucosegehalt von 0,6 g nahezu gleich. Petersilienwurzeln enthalten reichlich Vitamin C, E und B sowie Mineralstoffe. Kommt es zu Beschwerden nach dem Konsum Petersilienwurzeln, könnte das auf den hohen Ballaststoffanteil zurückgeführt werden.

Die Verträglichkeit von Roter Bete muss getestet werden

Auf Rote Rüben wird – ganz zurecht – regelmäßig ein Lobgesang angestimmt. Mit 41 kcal pro 100 g und aufgrund des hohen Wasseranteils sind Rote Rüben besonders kalorienarm. Sie stärken das Immunsystem, können sich positiv auf die Blutbildung und den Blutdruck auswirken und sind aktive Helfer beim Zellschutz. Sie gelten als verdauungsfördernd, werden aber dennoch oft gut vertragen bei Fructoseintoleranz. Testen ist dennoch ratsam, denn nur weil das Verhältnis von Fructose zu Glucose gleichauf ist, ist es dennoch mit 4,3 g recht hoch.

Schwarzwurzeln – gesund aber ballaststoffreich

Schwarzwurzeln liegen bei einem Fructosewert von 0,9 g. Der Glucosegehalt liegt bei 0,8 g. Schwarzwurzeln enthalten Inulin, was gut für den Darm ist, aber auch für Beschwerden bei besonders darmsensiblen Menschen mit Fructoseintoleranz sorgen kann. Gesund wären die Wurzeln allemal, denn sie sind reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Aber Achtung: Auch der Ballaststoffanteil ist.

Sellerie – heilsam und mit wenig Fructose

Sellerie darf auf den Tisch, denn diese Knolle hat gerade mal 0,4 g Fructose – und einen ebenso hohen Glucosegehalt. Unterschieden wird bei diesem Gemüse in dreierlei Arten: in den reisrunden Knollensellerie, den langen Stangensellerie und den Schnittsellerie. In der Geschichte wurde Sellerie häufig als Heilmittel eingesetzt – bei Entzündungen, bei Rheuma oder Gicht oder sogar zum Schutz des Magens.

Yacon kann bis zu 15 Prozent aus Fructose bestehen

Yacon fällt als Lebensmittel für Menschen mit Fructoseintoleranz meist raus. Die Wurzeln bestehen zu fünf bis 15 Prozent aus Fructose und beinhalten weniger als fünf Prozent Glucose. Da die Yaconwurzel besonders inulinhaltig ist, wäre sie gut geeignet, um die gesunden Darmbakterien zu vermehren. Allerdings geht das bei einer Fructoseintoleranz meist nicht ohne Nebenwirkungen von statten.

Mehr zu diesem Thema: Fructoseintoleranz – Diagnose finden, Auslöser erkennen, Ernährung anpassen, Trias Verlag (gesponsert)


Foto: (c) adobe media. Geeignete Knollengemüse bei Fructoseintoleranz. Rohes Gemüse im Korb. Von rainbow33