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Hippe Nahrungsmittelallergie oder überholter Heuschnupfen?

Dieses Jahr kam der Frühling besonders spät. Dafür ist er jetzt aber da und beschert uns direkt mit teilweise sommerlichen Temperaturen. Und die damit einhergehende Blüte setzt Deutschland außer Gefecht. Birke, Esche und Co. sorgen bei Allergikern für tränende Augen, laufende Nasen und der Frust darüber, dass man sich nicht bereits im vergangenen Jahr einer Hyposensibilisierungs-Therapie unterzogen hat.

Und bei all dem Leid führt der Heuschnupfen nicht mal mehr zu Ansehen. Während Laktose-, Fructoseintoleranz und die übrigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten scheinbar zeigen, dass wir besonders sensibel sind, wenn der gängige Speiseplan uns auf den Magen schlägt, verschlägt die laufende Nase eines Heuschnupfenpatienten den übrigen Gästen im Restaurant maximal den Appetit.

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Nahrungsmittelallergien sind sexy & Pollenallergien schaden der Wirtschaft

Doch woher der Unterschied? Weder die Magenkrämpfe oder der Durchfall als Zeichen einer Intoleranz sind angenehm, noch die tränenden Augen und schniefenden Nasen der Pollenallergien. Sexy ist beides also nicht. Dennoch hört man vermeintlich Betroffene häufig von ihren unangenehmen Symptomen aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sprechen, die gar keine ist und bei der eine gesunde, ausgewogene und stressfreie Ernährung vermutlich schon zur „Heilung“ führt.

Die selbsternannten Betroffenen verzichten auf die herkömmliche Nahrung, um sich an Produkten speziell für Betroffene mit Unverträglichkeiten zu bedienen. Dafür nehmen sie nicht nur den wirklich Betroffenen die Produkte vor der Nase weg, sondern sind auch noch bereit, den Geldbeutel etwas weiter zu öffnen. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit scheint eine Modeerscheinung. Ein Luxus, den man sich gönnt.

Mit einer laufenden Nase und der Birke als Feind, schmückt sich hingegen niemand gerne und das, wo diese Symptome kaum zu vertuschen sind.

Vielleicht ist auch die Wirtschaft der Grund. Denn während die Wahl spezieller Nahrungsmittel für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten diese mit Sicherheit eher fördert, schadet ihr der Heuschnupfenpatient: Nimmt die Pollenkonzentration zu, sinkt die Leistungsfähigkeit ab. Offizielle Studien zum Berufsalltag gibt es nicht. Was jedoch bei britischen Schülern erwiesen wurde ist, dass 40 % der Schüler mit Pollenallergie in der Flugsaison eine Notenstufe abrutschen. Besonders aggressiv sind die Pollen der Ambrosia.

 

Quelle: http://www.handelsblatt.com/my/meinung/gastbeitraege/pruefers-kolumne-im-fruehjahr-sabotieren-pollen-die-leistungsfaehigkeit-der-deutschen/21263730.html?ticket=ST-1362046-w9JwFn5FvmN0Bedk9IHC-ap1

Artikelbild: Fotolia © mkrberlin

 

 

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