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Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Warum Frauen besonders häufig betroffen sind

Nicht immer ist Essen so einfach. Wer unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leidet, der muss genau darauf achten, was er zu sich nimmt, wenn er Beschwerden nach dem Essen vermeiden möchte. Dabei ist die Liste der Unverträglichkeiten lang: Die Einen haben ein Problem mit Fructose, bei anderen sind es Lactose, Histamin oder Gluten. Dabei sind es scheinbar vor allem Frauen, die mit Nahrungsmittelintoleranzen zu kämpfen haben.

Nahrungsmittelintoleranzen sind weit verbreitet

Ein viertel der Deutschen leidet unter einer Allergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit – das Ergebnis einer Studie der pronova BKK. Sieht man sich die Bevölkerung Deutschlands an, so sind es, nach eigenen Angaben 30 % der Frauen, die betroffen sind. Von den Männern leiden laut Studie nur etwa 20 % an einer Unverträglichkeit.

Doch wieso kommen Nahrungsmittelintoleranzen häufiger bei den Frauen vor? Was ist der Grund dafür?

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Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Frauen hören auf ihren Körper und reagieren eher

Die Antwort ist: Frauen leiden nicht tatsächlich häufiger an Nahrungsmittelintoleranzen, sie setzen sich nur eher damit auseinander, als Männer. Bekommt ihnen etwas nicht, so befassen sie sich eher damit, reagieren und versuchen, entsprechende Lebensmittel und Inhaltsstoffe künftig zu meiden.

Männer hingegen ignorieren die Anzeichen oft. Laut Umfragen ist es ihnen häufig unangenehm oder zu kompliziert, offen darüber zu sprechen, während Frauen vermehrt kein Problem damit haben, sich auch im Restaurant über Inhaltsstoffe zu informieren und ihr Umfeld in Kenntnis zu setzen.

Letztendlich sind es nur vier Prozent der Frauen, die unangenehme Symptome nach dem Essen komplett ignorieren, bei den Männern sind es gut drei Mal so viele.

Der Weg führt nicht zum Experten

Erst wenn es darum geht, eine mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeit von einem Fachmann diagnostizieren zu lassen, sind Männer und Frauen wieder gleich auf: Etwa sieben Prozent suchen einen Arzt, Ernährungsexperten oder Apotheker auf, um eine klare Diagnose zu erhalten. Die eigene Einschätzung wird hier also definitiv der Expertenmeinung vorgezogen.

Doch auch wenn man mit der eigenen Diagnose scheinbar klarkommt, kann der Rat eines Experten sinnvoll sein. Zumal der Verzicht auf verschiedene Lebensmittelgruppen Mangelerscheinungen hervorrufen kann, die ausgeglichen werden sollten.

 

Artikelbild: Fotolia © leszekglasner

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