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Vitaminmangel bei Fructoseintoleranz

Vitaminmangel bei Fructoseintoleranz?

Nach der Diagnose Fructoseintoleranz ist vieles erst einmal Neuland, wie zum Beispiel die bevorstehende Ernährungsumstellung. Viele Betroffene befürchten zudem einen Vitaminangel bei Fructoseintoleranz. Ist diese Befürchtung gerechtfertigt? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Artikel. Außerdem erfahren Sie, wie Sie einem Vitaminmangel bei Fructoseintoelarnz vorbeugen können.

Fructoseintoleranz = Vitaminmangel?

Der Gedanke, dass einer Ernährungsumstellung aufgrund einer Fructoseintoleranz zwangsläufig ein Vitaminmangel folgt, ist naheliegend. Schließlich liefert Obst, in welchem bekanntermaßen viel Fruchtzucker enthalten ist, besonders viele Vitamine. Grundsätzlich gilt allerdings, dass trotz einer Fructoseintoleranz in der Regel gar kein absoluter Verzicht auf Obst nötig und vor allem nicht ratsam ist. Zudem zählt auch Gemüse zu den wichtigen Vitaminquellen und dieses enthält in vielen Fällen weniger Fruchtzucker als Obst. Somit ist der Gedanke, dass eine Fructoseintoleranz zwangsläufig mit einem Vitaminmangel verbunden ist, zum Glück nicht richtig.

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Warum kein totaler Obstverzicht?

Ein kompletter Obstverzicht ist in den meisten Fällen trotz einer bestehenden Fructoseintoleranz gar nicht nötig, wenn ein paar Dinge beachtet werden. Das geht bei der Wahl der Obstsorten los. Diese sollte auf eher fructosearme Sorten fallen (z. B. Aprikosen, Honigmelonen, Mandarinen und Papaya). Außerdem ist es immer wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen. Am besten werden diese direkt nach der auf die Diagnose folgende Karenzphase ausgelotet. Aber auch zu späteren Zeitpunkten sollten diese immer wieder überprüft und angepasst werden. Denn die Toleranzgrenzen können sich nach oben verschieben, wenn sich der Darm weiter erholt hat.

Zudem ist zu beachten, dass Säfte weniger gut vertragen werden, da für die Zubereitung verhältnismäßig große Mengen an Obst verwendet werden und damit der Fruchtzuckergehalt recht hoch ist. Auch der Zeitpunkt des Obstkonsums kann für die Verträglichkeit entscheidend sein. Wird Obst gleichzeitig mit anderen Lebensmitteln, die ebenfalls Fruchtzucker enthalten, verzehrt, ist die Verträglichkeit logischerweise herabgesetzt. Umgekehrt kann die Verträglichkeit aber auch gesteigert werden. Vielfach wird Obst direkt nach den Hauptmahlzeiten besser vertragen, da die Darmpassage somit verlängert wird und der Darm länger Zeit hat, den Fruchtzucker zu verdauen.

Nun könnte man auf die Idee kommen, sich das Testen mit teilweise unangenehmen Folgen zu ersparen und pauschal auf Obst zu verzichten. Dann bestünde allerdings die Gefahr von Mangelerscheinungen. Gleichzeitig ginge ein Stück Lebensqualität verloren, da grundlos auf eine große Bandbreite an Lebensmitteln verzichtet würde.

Vitaminmangel bei Fructoseintoleranz vermeiden: Gemüse richtig zubereiten

Beim Gemüse ist es ähnlich wie beim Obst. Natürlich ist auch diesbezüglich ein Totalverzicht nicht ratsam, insbesondere um einen Vitaminmangel bei Fructoseintoleranz zu vermeiden. Und Testen ist beim Gemüse ebenfalls angesagt, um die eigenen Toleranzgrenzen auszuloten. Der Unterschied ist, dass Gemüse von Hause aus meist einen geringeren Fruchtzuckergehalt hat als Obst. Besonders fructosearm sind unter anderem Avocado, Blattsalate, Blumenkohl, Champignons, Gurken, Kartoffeln und Spinat.

Um einem Vitaminmangel vorzubeugen, ist gerade beim Gemüse die Zubereitungsart wichtig, falls es nicht roh verzehrt wird. Denn durch das Erhitzen gehen Vitamine teilweise verloren. Deshalb ist es wichtig, auf besonders schonende Zubereitungsmethoden zu achten. Es bietet sich zum Beispiel an, das Gemüse zu dünsten oder in einem Dampfgarer zuzubereiten.

Vitaminmangel bei Fructoseintoleranz nicht zulassen

Wie Sie sehen, ist es mit den richtigen Maßnahmen gar nicht so schwer einen Vitaminmangel bei Fructoseintoleranz zu vermeiden. Wichtig ist es, dass Sie bei einer Fructoseintoleranz nicht nur auf den Fruchtzuckergehalt der Lebensmittel achten, sondern sich auch mit anderen Ernährungsfragen auseinanderzusetzen. Wurde bei Ihnen eine Fructoseintoleranz festgestellt, ergreifen Sie unbedingt entsprechende Maßnahmen. Halten Sie die Karenzphase ein und nutzen Sie die Zeit danach, um Ihre persönlichen Toleranzgrenzen herauszufinden und dann Ihre Ernährung so gut es geht anpassen zu können. Und verzagen Sie nicht, denn die Auswahl an Obst und Gemüse, welches Sie testen können, ist riesig.

Das alles setzt natürlich voraus, dass eine Fructoseintoleranz, wenn sie besteht, auch erkannt wird. Zögern Sie deshalb nicht, bei einem Verdacht Ihren Arzt zu konsultieren.

Bildnachweis: © Alexander Raths – Fotolia.com

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