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Roemheld-Syndrom

Roemheld-Syndrom als Folge von Fructoseintoleranz

Blähungen sind immer etwas Lästiges und mit einem unangenehmen Gefühl bis hin zu starken Schmerzen im Bauch verbunden. Aber wussten Sie, dass Blähungen unter anderem auch zu einem Engegefühl in der Brust, Schwindel, Angstgefühlen, Kurzatmigkeit und sogar Atemnot führen können. Dieses Symptome werden in solchen Fällen unter dem Begriff Roemheld-Syndrom (andere Begriffe sind Gastrokardiales-Syndrom und Magen-Herz-Syndrom) zusammengefasst. Eine der vielen Ursachen für dieses Syndrom kann auch eine bestehende Fructoseintoleranz sein. Erfahren Sie in diesem Beitrag deshalb mehr zu den Symptomen sowie den Ursachen des Roemheld-Syndroms. Lesen Sie außerdem, wie es behandelt wird, wie Sie gegebenenfalls vorbeugen können und wann Sie unbedingt einen Arzt konsultieren sollten.

Symptome des Magen-Herz-Syndroms

Die Liste der Symptome, die bei einem Roemheld-Syndrom auftreten können, ist lang. In der Regel sind mehrere Beschwerden zusammen vorhanden. Unter anderem sind folgende Symptome typisch für das Roemheld-Syndrom:

  • Atemstörungen: Kurzatmigkeit, schnelle und flache Atmung bis hin zu Atemnot
  • Herzbeschwerden: Engegefühl in der Brust, Herzklopfen, veränderte Herzfrequenz (Herzrasen, Herzstolpern)
  • Kreislaufbeschwerden durch sinkenden Blutdruck: Hitzewallungen, Schwindel bis hin zum Kreislaufzusammenbruch
  • Angstzustände und Panikattacken

Ursache liegt im Magen-Darm-Trakt

Ausgelöst wird das Roemheld-Syndrom durch Gase im Magen-Darm-Trakt. Befinden sich eine sehr große Menge der Gase im Verdauungstrakt, kann sich dieser unter Umständen so stark aufblähen, dass Beschwerden in der Brust auftreten. Denn in solchen Fällen wird das Zwerchfell extrem belastet, sodass es schließlich nach oben verschoben wird. Dadurch werden sowohl das Herz als auch die Lunge eingeengt, wodurch es zu den oben beschriebenen Herz- und Atembeschwerden kommen kann. Infolge der Herzbeschwerden können dann auch die genannten Kreislaufbeschwerden ausgelöst werden. Da Herzbeschwerden das autonome Nervensystem aktivieren, können zudem Angst- und Panikattacken die Folge sein. Außerdem sind bereits Schmerzen in der Gegend des Herzens für sich gesehen ein Angstfaktor.

Eine Ursache für die vermehrte Gasbildung im Magen-und-Darm-Trakt kann der Verzehr von zu viel Fruchtzucker bei Bestehen einer Fructoseintoleranz sein. Daneben kommen noch andere Nahrungsmittelintoleranzen (z. B. Lactoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit) in Betracht. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Magen-Darm-Erkrankungen, Zwerchfellerkrankungen und psychischen Ursachen, die ursächlich sein können. Auslöser kann aber auch eine falsche Ernährungsweise sein. Denn auch hektisches Essen, der Verzehr vieler blähender Lebensmittel und ein Übermaß an kohlensäurehaltigen Getränken kann zu starken Blähungen mit der Folge Roemheld-Syndrom führen.

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Roemheld-Syndrom behandeln und vorbeugen

Das Roemheld-Syndrom ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern nur eine Art Obergriff, der das Auftreten der oben genannten Symptome aufgrund der starken Gasbildung im Magen-Darm-Trakt durch die eigentliche Ursache oder auch Erkrankung beschreibt. Somit wird eigentlich auch nicht das Roemheld-Syndrom, sondern die Ursache dafür behandelt. Gegebenenfalls müssen natürlich einzelne Symptome, wie zum Beispiel eine akute Atemnot, behandelt werden. Aber in erster Linie geht es darum, die akuten Blähungen zu beseitigen.

Nicht weniger wichtig ist es, die Ursache für die Blähungen herauszufinden, um diese beseitigen bzw. mit den richtige Maßnahmen zu behandeln, um dem Roemheld-Syndrom vorzubeugen.

Arzt aufsuchen bei Roemheld-Syndrom

Wie Sie beim Lesen wahrscheinlich bereits bemerkt haben, sind die Symptome beim Roemheld-Syndrom oftmals vergleichbar mit denen bei vielen Herzerkrankungen (z. B. Herzinfarkt oder Angina pectoris). Deshalb sollten Sie die Symptome unbedingt von einem Arzt abklären lassen, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. Bei sehr starken Beschwerden sollten Sie auf keinen Fall davor zurückschrecken, einen Notarzt zu alarmieren.

Handelt es sich tatsächlich, um ein Roemheld-Syndrom verschwinden die Symptome wieder, sobald die Blähungen weg sind. Trotzdem sollten Sie die zum Teil gefährlichen Symptome, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, nicht auf die leichte Schulter nehmen – genauso wie die Gründe für das Auftreten des Roemheld-Syndroms. An diesem Beispiel sehen Sie einmal mehr, wie wichtig es ist, dass eine bestehende Fructoseintoleranz diagnostiziert und behandelt wird.

Bildnachweis: © Syda Productions – Fotolia.com

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