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Mundgeruch

Mundgeruch als Folge von Fructoseintoleranz

Mundgeruch kann viele Ursachen haben. Sieht man einmal von Geruch nach dem Verzehr von Knoblauch und einer Alkoholfahne ab, wird er in erster Linie mit einer schlechten Zahnhygiene in Verbindung gebracht. Allerdings gibt es auch andere Gründe, die zu einem schlechten Geruch aus dem Mund führen können. Einer davon ist eine Fructoseintoleranz. Erfahren Sie in dem folgenden Beitrag, warum der Verzehr von Fruchtzucker bei einer bestehenden Fructoseintoleranz zu Mundgeruch führen und was dagegen getan werden kann.

Wie entsteht der Mundgeruch bei Fructoseintoleranz?

Schlechter Geruch aus dem Mund, dessen Ursache eine Fructoseintoleranz ist, tritt zwar wie der Mundgeruch aufgrund schlechter Zähne aus dem Mund aus, kommt allerdings von weiter unten – aus dem Darm. So blöd es auch klingen mag, der üble Geruch aus dem Mund bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit entsteht eigentlich genauso wie Blähungen. Wird zu viel Fruchtzucker verzehrt, sodass der Dünndarm ihn nicht mehr ausreichend verstoffwechseln kann, gelangt der überschüssige Teil davon in den Dickdarm. Dort wird er von Bakterien zersetzt, wodurch Gase entstehen. Diese finden ihren Weg aus dem Körper zum einen Teil über Blähungen und zum anderen Teil über die Atemluft. Das ist nicht nur der Grund dafür, dass eine Fructoseintoleranz über einen H2-Atemtest nachgewiesen werden kann, sondern kann auch die Ursache für Mundgeruch sein.

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Mundhygiene hilft leider nicht

Eine ordentliche Mundhygiene ist wichtig – keine Frage. Sie hilft Karies und andere Zahnprobleme zu vermeiden, die neben Zahnschmerzen auch zu einem schlechten Geruch aus dem Mund führen können. Sie hilft allerdings nicht bei Mundgeruch, der durch eine Fructoseintoleranz entsteht. Das Zähneputzen kann zwar kurzfristig für einen frischen Atem sorgen und die schlechten Gerüche überdecken, aber sie nicht beseitigen.

Mit Kaugummi einen Teufelskreis starten

Mit Kaugummi verhält es sich ähnlich. Ein Pfefferminzkaugummi kann ebenfalls für einen frischen Atem sorgen und den Mundgeruch kurzfristig überdecken. Langfristig hilft es allerdings nicht, eher im Gegenteil. Denn mit dem Kauen von Kaugummi kann auch ein Teufelskreis in Gang gesetzt werden. Viele Kaugummis enthalten Sorbit, welches bei einer Fructoseintoleranz ebenfalls gemieden werden sollte. Denn Sorbit wird auf dem gleichen Weg verstoffwechselt wie Fructose. Somit sind nach dem Verzehr von Sorbit noch weniger Ressourcen im Darm für die Verstoffwechselung von Fructose vorhanden. Dadurch kann das Kauen eines Kaugummis mit Sorbit mitverantwortlich für die Symptome einer Fructoseintoleranz und somit auch für die Entstehung von Mundgeruch sein.

Was hilft gegen den üblen Geruch aus den Mund?

Aber was hilft denn nun bei bei Mundgeruch, für den eine Fructoseintoleranz ursächlich ist? Soll er nicht nur kurzfristig überdeckt werden, hilft nur eins: die Ernährung entsprechend umstellen. Das bedeutet zunächst die Einhaltung einer Karenzphase, in der weitestgehend auf Fructose verzichtet wird. Anschließend folgt eine Testphase, in der die eigene Verträglichkeit getestet wird, um sich danach so ernähren zu können, dass möglichst keine Symptome mehr auftreten. Auf diese Weise wird die Entstehung der Gase im Dickdarm unterbunden und der Mundgeruch verschwindet. Das setzt natürlich voraus, dass die Fructoseintoleranz erkannt wird.

Wenn Sie unter Mundgeruch leiden, sollten Sie deshalb nicht nur abklären, ob mit Ihren Zähnen und Ihrem Zahnfleisch alles in Ordnung ist, sondern auch eine Fructoseunverträglichkeit in Erwägung ziehen. Entsprechendes gilt für eine Laktoseintoleranz.

Bildnachweis: © bg-pictures – Fotolia.com

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